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Print-Update

An Stelle von Bewegtbild heute bewegtes aus Deutschlands Lieblings-Tageszeitung: Eine kleine Auswahl meiner großen und kleinen Beiträge aus DIE WELT Kompakt. Bunt durchmischt – von Techie-Stuff über TV-News oder Feuilleton zu echten Schicksalsmomenten. Hier auf bewegtbildboulevard schlicht „nacherzählt“ mit meinen Tweets, und deshalb längst nicht vollständig…

E-Sport: Beitrag für “SPIEGEL TV Magazin” (RTL)

SPIEGEL TV Magazin - Virtuelle Schlachtfelder; Ein Beitrag von Marcel FröbeVirtuelle Schlachtfelder – eSport und LAN-Kultur auf der DreamHack

Autor und Kamera: Marcel Fröbe

07:20 Minuten. Sonntag, 16. Februar 2014 um 22:15 Uhr im „SPIEGEL TV Magazin“ auf RTL

Vor 20 Jahren hätte sich noch niemand vorstellen können, dass es Athleten gibt, die ihre Wettkämpfe ausschließlich im Sitzen und mit einer Computertastatur bestreiten. Heute ist eSport Alltagskultur.

SPIEGEL.TV-Reporter Marcel Fröbe hat deutsche Zocker ins schwedische Jönköping begleitet. Dort findet zwei Mal im Jahr die größte LAN-Party der Welt statt: Auf der DreamHack ziehen eGamer in digitale Schlachten wie „Counterstrike“ oder „Starcraft“. Direkt zum Beitrag im Magazin.

Die 43-minütige Reportage über elektronischen Sport ist demnächst im Pay-TV bei „SPIEGEL TV Wissen HD“ zu sehen.

Kriminalität: Beitrag für “SPIEGEL TV Magazin” (RTL)

SPIEGEL TV Magazin - Innenansichten aus dem Rentner-Knast; Ein Beitrag von Marcel Fröbe

Alt und kriminell – Innenansichten aus dem Rentner-Knast

Autor: Marcel Fröbe

09:30 Minuten. Sonntag, 11. August 2013 um 22:05 Uhr, im “SPIEGEL TV Magazin” auf RTL

Es gibt viele Gründe, wieso unbescholtene Menschen im hohen Alter straffällig werden: Bei manchen ist es Frust, angestaute Wut oder ein Aufeinandertreffen unglücklicher Umstände. Eines haben aber alle gemein: Kaum jemand will noch als Rentner im Gefängnis sitzen. Und deshalb wird die Lebens- und Hafterfahrung der Senioren-Strafgefangenen genutzt – als abschreckendes Beispiel für junge Häftlinge. Marcel Fröbe hat mit Männern gesprochen, die gemordet und geraubt haben und dafür möglicherweise bis an ihr Lebensende einsitzen müssen. Direkt zum Beitrag im Magazin.

„Nicht nur die Fernseh-Tine“

Im Interview spricht TV-Moderatorin Tine Wittler über ihr neues Buch, für das sie in Afrika den mauretanischen Schönheitsidealen auf den Grund ging. Ein ernstes Thema.

Tine Wittler kennen Millionen als RTL-Wohnexpertin. Die 38-Jährige beschwert sich schon lange nicht mehr darüber, wenn sie deshalb als „dick im Geschäft“ bezeichnet wird. Schließlich ist sie parallel zu ihrem TV-Job auch Unternehmerin, Wirtin und Buchautorin. Ihr Reisebericht „Wer schön sein will, muss reisen“ erscheint heute im Scherz-Verlag.

Während ihres Trips besuchte Wittler mauretanische Frauen. Dabei begleitete sie ein Freund mit Videokamera. Das mauretanische Schönheitsideal unterscheidet sich vom westlichen: Wittler fand Frauen, die sich mästen lassen oder lebensbedrohliche Medikamente einnehmen – nur um dicker und damit „schöner“ zu werden. Dabei lernen die Leser auch die TV-Persönlichkeit Tine Wittler anders kennen.

Frau Wittler, Sie beschreiben in Ihrem Buch, dass ein Internetnutzer herausgefunden hat, warum Sie in Ihrer RTL-Sendung immer Handschuhe tragen: Der Grund sei, dass Sie „ganz schlimme“ Warzen hätten. Haben Sie sich ertappt gefühlt?

Ertappt wobei? Nein, ich habe mich nur wie schon öfter gewundert, was andere Leute alles über mich zu wissen glauben – sogar Dinge, die mir selbst noch gar nicht bekannt waren.

Das Buch zeigt auch eine sehr nachdenkliche Tine, die sich zum Beispiel die Kommentare der User zu ihrer Person durchliest und danach auch mal mit Selbstzweifeln sitzen bleibt. Täuscht das Bild der taffen Fernseh-Frau?

Sie sagen es schon richtig, das Bild der „taffen Fernseh-Frau“ ist eben – nur – eines: Ein Bild. Jeder Mensch aber hat ja unterschiedliche Bilder, spielt unterschiedliche Rollen, hat gute und schlechte Tage, verschiedene Seiten. Das gehört zum Menschsein dazu. Selbstverständlich gibt es einen Unterschied zwischen der „Fernseh-Tine“ und der privaten Tine Wittler. Das ist auch absolut notwendig, um sich weiterzuentwickeln – jede Seite kann ja zum Beispiel von der anderen lernen. Dennoch halte ich komplette Deckungsgleichheit hier weder für erstrebenswert noch für notwendig. Das Showgeschäft ist das Showgeschäft – und mein Leben ist mein Leben. Diese beiden Seiten sind zwar bis zu einem gewissen Grad miteinander verwoben, aber sie sind keine identischen Kopien voneinander.

Sie haben Ihre Reise sorgfältig vorbereitet. Wie haben die Menschen dort auf Sie als Journalistin reagiert?

Es versetzt einem, glaube ich, immer zunächst einen kleinen Schock, wenn man ein Land bereist, in dem nicht nur in Sachen Schönheitsideal, sondern auch in Sachen Wohlstand oder Alltag ganz andere Maßstäbe herrschen. Die Reaktionen auf meine Fragen waren aber fast durchweg positiv. Ich habe erstaunlich offene Antworten erhalten und auch Dinge erfahren, die mich sehr überrascht haben. Zum Beispiel, wie stark und stolz die mauretanischen Frauen sind – obwohl sie in ihrem Land vor dem Gesetz sehr benachteiligt sind.

In Mauretanien gibt es ja viele Probleme, die wir uns in Europa kaum vorstellen können. Glauben Sie, dass die deutschen Medien zu wenig über die Zustände in solchen Ländern berichten?

Mauretanien findet tatsächlich in den deutschen Medien so gut wie gar nicht statt. Informationen über das Land habe ich oft aus spanischen oder französischen Medien beziehen müssen. Auch weiß allein mit dem Namen „Mauretanien“ kaum jemand etwas anzufangen – manche Leute verwechseln das Land gar mit Mauritius. Dabei ist es gar nicht so weit entfernt und liegt geografisch im Umfeld touristisch durchaus erschlossener Reiseziele wie Marokko oder Tunesien.

Sie waren in einer mauretanischen Talkshow zu Gast. War das für Sie als Fernsehmoderatorin Routine?

Nein, das war absolut keine Routine. Die Aufzeichnung hat am Ende meiner Reise stattgefunden. Die Moderatorin der Sendung wollte also von mir erfragen, was ich während meiner Reise gelernt habe. Es war nicht einfach, dies alles verständlich wiederzugeben, denn alle Eindrücke waren noch sehr frisch, sehr präsent und noch nicht so sehr geordnet. Aber ich habe mein Bestes zu geben versucht und hoffe, dass ich den Zuschauern klarmachen konnte, was mir der Besuch in ihrem wunderbaren Land bedeutet hat.

Sie sagen: „Wer schön sein will, muss reisen.“ Doch nach und nach lernen Sie die Schattenseiten des mauretanischen Schönheitsideals auch am eigenen Leib kennen. Hätten Sie nicht ein anderes Fazit ziehen müssen?

Der Titel „Wer schön sein will, muss reisen“ ist nach meiner Reise entstanden. Denn er beinhaltet genau das, was ich durch diese Reise erfahren habe: Wer an Kraft und Selbstbewusstsein gewinnen will, wer lernen und Erkenntnisse gewinnen will, der muss sich auf Reisen begeben, seine eigenen Grenzen sprengen und sich auf den Weg machen, Neues kennenzulernen. Mit „schön“ meine ich also mitnichten ausschließlich das Äußere! Die Offenheit gegenüber fremden Menschen und Kulturen; die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand zu blicken und zu lernen, dass die Maßstäbe, mit denen jeder von uns aufwächst, nur relative Maßstäbe sind, die nicht überall Geltung haben. Und zu erkennen, dass ich selbst entscheiden kann, ob ich diese Maßstäbe auch für mich selbst anlege: Ich glaube, das ist es, was einen Menschen letztendlich schön macht.

Was nehmen Sie von der Reise für Ihre weitere Arbeit mit?

Derzeit arbeiten wir daran, aus dem in Mauretanien gedrehten Material einen Film zu machen – eine spannende, intensive Aufgabe. Insofern habe ich auch jetzt noch tagtäglich mit meiner Reise zu tun. Nicht nur wegen dieser Arbeit, sondern weil die Veränderungen, die ich durch diese Reise erfahren habe, auch das ganze Leben danach beeinflussen. Ich hoffe, dass dieser Einfluss weiter bestehen bleibt und nicht irgendwann durch den Alltag nach der Rückkehr in das alte Leben zu verblassen droht.

Wann soll Ihr Mauretanien-Film veröffentlicht werden?

Es wird ein 90-minütiger Dokumentarfilm. Wir arbeiten derzeit am Schnitt, können aber noch nicht sagen, ob, wann und in welcher Form eine Veröffentlichung stattfinden wird.

Das Interview führte Marcel Fröbe. Es erschien am 23. Februar 2012 auf medienMITTWEIDA.

„Wir sollten nochmal mit unserem Chef reden“

Angela Finger-Erben ist als RTL-Moderatorin unter anderem bei den morgendlichen News-Magazinen ihres Senders zu sehen. Im Interview bedauert sie, dass das Fernsehen immer mehr zum Nebenbeimedium wird. Dennoch haben die klassischen Nachrichten ihrer Meinung nach auch im TV eine Zukunft.

Ihre stets gute Laune und ihre charmante Art haben Angela Finger-Erben bei vielen Frühaufstehern bekannt gemacht. Sie moderiert im Doppel mit Wolfram Kons die RTL-Magazine Punkt 6 und Punkt 9. Selbst nach mehreren Jahren vor und hinter der Kamera hat das Medium Fernsehen für sie nichts von seiner Faszination verloren. Auch wenn sie zugibt, mittlerweile einen Großteil ihrer Informationen über das Internet zu beziehen.

Steile TV-Laufbahn

Finger-Erben begann ihre Fernseh-Karriere an der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida, wo sie ihre ersten Moderationserfahrungen beim Jugendmagazin „Propeller TV“ sammelte. Nachdem sie 2006 ihr Medienmanagement-Studium abschloss, wurde sie „Guten Abend RTL“-Reporterin und berichtete später für verschiedene Magazine aus dem australischen Dschungel. Am 2. März 2009 moderierte sie zum ersten Mal Punkt 6 und Punkt 9 bei RTL. Auch wenn sie nicht auf der Mattscheibe zu sehen ist, arbeitet sie für den Kölner Privatsender – als VIP-Redakteurin für Punkt 12.

 

[Transktibiert von der veröffentlichten Audio-Slideshow.]

Frau Finger-Erben, wird denn das Fernsehen ein Nebenbei-Medium?

Ich denke schon, dass gerade junge Leute im Moment das Internet aktiver benutzen und den Fernseher dann so nebenher laufen lassen. Und wenn man im Internet surft, dann hat man ganz bestimmte Themen, denen man vollste Aufmerksamkeit schenkt und jetzt gar nicht so wirklich zum Fernseher guckt. Außer wenn man ein Schlagwort hört – dann guckt man doch mal genauer hin.

Ich merke das auch bei mir selbst: Wenn ich nach Hause komme, ich mache das Gerät an und dann habe ich eine Geräuschkulisse. Das ist fast ein bisschen wie Radio. Man lässt sich so ein bisschen Berieseln und hat bunte Bilder. Aber es wird immer seltener glaube ich, gerade bei jungen Leuten, dass sie zu einem gewissen Zeitpunkt einschalten und genau das gucken wollen – weil sie einfach mehr vor dem Internet sitzen. Deswegen glaube ich schon, dass das Fernsehen immer mehr zum Nebenbei-Medium wird. Leider.

Haben denn dann die klassischen, also „harten“ Nachrichten eine Zukunft im Fernsehen?

Es gibt natürlich ein Problem: Weil die Nachrichten gibt es im Moment ja jederzeit und überall. Jeder checkt Nachrichten auf seinem Smartphone, Handy, man hat das Internet, Radio, Zeitungen. Es gibt wirklich sehr, sehr viele Medien wo man die Nachrichten dargeboten bekommt. Aber nichtsdestotrotz bekommt man um eine ganz gewisse Uhrzeit auf den unterschiedlichen TV-Sendern 15 Minuten Nachrichten. Und da hat der Zuschauer dann schon das Gefühl: „Oh, ich weiß jetzt, was auf der Welt passiert ist an diesem Tag. Mir geht es gut.“ Das gibt ja einem dann auch das Gefühl: „Bei mir in der Region ist nichts schlimmes passiert, mir geht es gut.“

Und die Sender geben sich natürlich auch Mühe, die haben neue News-Studios mit viel Hightech. Für den Zuschauer wird es einfach interessanter, also es wird interessanter für die Zuschauer auch gemacht. Und an den Einschaltquoten sieht man ja auch, dass die Nachrichten auf jeden Fall geguckt werden. Und deswegen: Die harten, klassischen Nachrichten, die haben auf jeden Fall eine Zukunft.

Wie weit müssen TV und Internet noch verwachsen?

Ich denke, dass Fernsehen und Internet schon längst miteinander verwachsen sind. Man kann sich im Internet alles anschauen, was im Fernsehen schon gelaufen ist. RTL NOW, da kann man sich wirklich alle Serien, Unterhaltungsformate angucken. Auf YouTube kann man sich die ganzen Videos anschauen. Auf Facebook wird ganz, ganz viel diskutiert. Deswegen denke ich, dass das schon verwachsen ist.

Ihre Sendungen Punkt 6 und Punkt 9 gibt’s ja aber noch nicht bei RTL NOW.

Ja, das ist auch eine Marktlücke. (lacht) Das sollte ganz, ganz schnell auch ins Internet kommen, weil es natürlich auch ein News-Magazin ist, ein Unterhaltungsmagazin – das fehlt natürlich noch! Da sollten wir nochmal mit unserem Chef reden!

 

Ob die Befürchtung beziehungsweise die Hoffnung, der Zuschauer hätte bereits alles im Fernsehen gesehen, gerechtfertigt ist, verrät Finger-Erben im morgigen zweiten Teil des Gesprächs. Außerdem erzählt sie, warum sie die Medienfakultät der Hochschule Mittweida immer weiterempfiehlt.

Das Interview führte Marcel Fröbe. Vom Audio-Interview transkribiert, dessen Teil 1 am 9. Februar 2011 auf medienMITTWEIDA erschien.